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21. März 2011
Pressemitteilung

DGB: Schnellstmöglich aus Atomkraft aussteigen


Der Deutsche Gewerkschaftsbund im Bezirk Niedersachsen – Bremen – Sachsen-Anhalt fordert vor dem Hintergrund der nuklearen Katastrophe in Japan, so schnell wie möglich aus der Atomstrom-Produktion auszusteigen. Der DGB-Bezirksvorsitzende Hartmut Tölle erklärte: "Wir sind entsetzt über die Folgen des Atomunfalls. Die endgültigen Auswirkungen sind noch nicht absehbar. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und deren Angehörigen. Unsere Wut richtet sich gegen alle, die die Gefahren der Atomenergie verharmlost haben."

Der DGB begrüßt das von der CDU/FDP-Bundesregierung beschlossene Atom-Moratorium als ersten Schritt, fordert jedoch darüber hinaus, dass die sieben bis 1980 gebauten Atommeiler nicht nur vorübergehend stillgelegt, sondern dauerhaft abgeschaltet werden. Auch das AKW Krümmel dürfe nicht wieder anfahren. Reststrommengen dürften nicht übertragen werden, Laufzeitverlängerungen müssten vom Tisch. Minimum müsse der Atomkonsens sein, der von der früheren rot-grünen Bundesregierung mit den Atomkonzernen geschlossen wurde.

DGB-Bezirksvorsitzender Hartmut Tölle sagte: "Solch verheerende Ereignisse, wie sie derzeit in Fukushima passieren, wurden von der Atomlobby immer völlig ausgeschlossen. Nun hat sich definitiv gezeigt: Atomenergie ist nicht beherrschbar, sondern hochgradig gefährlich. Es gilt, aus dieser Sackgasse so rasch wie möglich herauszukommen. Es gibt genug Alternativen zur Atomenergie."

Die DGB-Gewerkschaften appellieren an Ministerpräsident David McAllister, sich dauerhaft für eine Energiewende einzusetzen. Hartmut Tölle: "Wir Gewerkschaften bieten der Landesregierung die Mitarbeit beim Ausstieg und Umstieg auf eine sichere Energiepolitik an. Es darf jetzt nicht länger gezögert werden."

 







   
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